Jonny Jelineks Weg in die Social Media Welt – Mein Beitrag zur Blogparade

So, das ist sie also. Die erste Blogparade, an der ich teilnehme. Hat ja auch lang genug gedauert. Nicht nur bis zur ersten Blogparade, sondern auch bis zu meinem Blogpost innerhalb dieser. Danke an dieser Stelle an @Wiesenhofer, einen der beiden Initiatoren, der mir nicht nur einen, sondern gleich fünf Aufschübe gewährt hat 😉 (Deadline war eigentlich Ende Juni).

Warum es so lang gedauert hat? Nun, zum einen finde ich leider nur sehr wenig Zeit zum Bloggen, zum anderen fehlt mir auch einfach oft die Motivation und die Freude am Schreiben, um lange Texte zu verfassen (wobei ich mich durchaus sehr freue, wenn ich mal einen Blogpost fertig hab.) :). Das ist auch der Grund, warum ich mich eigentlich nicht als Blogger sehe. Und das meine ich mit dem höchsten Respekt und Hochachtung denen gegenüber, die sich hier dazu zählen und einen Blogpost nach dem anderen rausschießen. Ich würde mich eher als „Betreiber eines Corporate Blogs mit Social Media Schwerpunkt“ bezeichnen, bzw. würde zu mir auch dieses T-Shirt passen. 😉 Blogger sind meiner Meinung nach eine ganz eigene „Spezies“, zu der man nicht eben mal dazu gehört, weil man ein paar Blogposts schreibt. Genauso, wie man kein Social Media Experte ist, nur weil man eine Facebook-Seite erstellt, 5000 Freunde hat und nebenbei twittert. 😉 An dieser Stelle auch gleich ein Aufruf: Wer Spaß am Schreiben hat und uns hier laufend – oder einmalig – mit Gastbeiträgen zum Thema Social Media unterstützen will, kann sich gerne bei mir melden :)

Aber gut, in diesem Fall war es einfach ein persönliches Thema, zu dem wohl jeder in der Social Media-Szene etwas zu sagen hat und gleichzeitig eine Gelegenheit für mich, um mal auf meinen Weg bis hierher zurückzublicken. Es wird also etwas länger. :) Die Fragestellung lautet nämlich:

Wer sind Österreichs Social Media Blogger? Schildert euren persönlichen Zugang zu Social Media und auch ihren subjektiven Mehrwert – also kurz die folgenden drei Fragen zu behandeln:

1. Wie bin ich zu Social Media gekommen?

Jonny Jelinek - webfeuer

Mit „kurz“ wird das bei diesem Punkt leider nichts, aber bei den nächsten beiden dann. :) Wie bei den meisten in der heutigen Social Media-Szene war auch bei mir am Anfang das Internet. :) Ich kann mich zwar nicht mehr erinnern, wie das genau war, als das Internet „aufgetaucht“ ist (apropos: Weiß noch wer, wie das damals war?) und wann genau ich es für mich entdeckt habe, aber ich weiß, dass ich sehr bald restlos davon begeistert war. Und zwar so sehr, dass mir auch bald klar war, dass ich beruflich etwas mit diesem Medium machen möchte.

Privat war ich dann in meiner Schulzeit in diversen Communities unterwegs, die hauptsächlich aus Chats heraus resultierten. Ja, ich geb’s zu – ich war ein Chatter. :) Ich würde sogar sagen, ich hatte damals Phasen, in denen ich mich tatsächlich als chatsüchtig bezeichnen würde. Die interaktive TV-Show NBC Giga, bei der die Chat-Community in die täglich dreistündige Sendung eingebunden wurde, hat mich damals z.B. komplett gefesselt. Aber auch die HitFM Community, und einige andere, die ich lieber verschweige ;), wurden damals zu einem mehr oder weniger großen Teil meines Lebens. Auf jeden Fall existieren einige Freundschaften aus dieser Zeit sogar bis heute. Warum ich jetzt über Chats schreibe, wo es doch um Social Media geht? Nun ja, weil ich denke, dass diese „Web 2.0-Ursuppe“ der erste Puzzle-Teil auf meinem Weg zu Social Media waren und ich ohne die Begeisterung für diese „eigene Welt“  vielleicht nie bei Social Media gelandet wäre.

So richtig socialmediamäßig wurde es dann bei mir erst mit MySpace und das war dann auch neben einigen Blogversuchen das einzige, wo ich privat in der Richtung unterwegs war. Als ich das Fotografieren für mich entdeckt hatte, kam dann auch noch Flickr dazu. Facebook kam dann bei mir erst relativ spät, ich würde mal sagen es war 2008 (gefolgt von Twitter 2009). Mein Bruder Florian Bauer hat mich damals dazu gebracht und mich auch gleich mit dem Mafia Wars-Fieber infiziert. 😉

Beruflich hatte ich zu Beginn zwar als Praktikant (und später Promotion-Manager) bei dem Platten-Label Virgin Records Austria einen anderen Weg eingeschlagen, bin dann aber auch bald wieder bei den „neuen Medien“ gelandet. Die Musikbranche hatte mich aber damals ähnlich gefesselt wie das Internet. Und so versuchte ich, beide Welten miteinander zu verknüpfen, was sich dann als „New Media Manager“ bei EMI Music Austria auch sehr gut ergeben hat. Der erste große Schritt in Richtung Web 2.0 kam dann aber bei mir mit dem Musikportal musicchannel.at, das ich drei Jahre lang als Portalmanager, Produktmanager, Chefredakteur und Community-Manager mit aufgebaut habe (leider wurde musicchannel.at vor kurzem eingestellt). Der Web 2.0-Teil an diesem Portal, war allerdings eher gering, ich sollte aber später bei T-Online.at die Gelegenheit bekommen, als Produktmanager das hauseigene, tatsächliche Web 2.0-Portal nakupenda.cc zu betreuen und weiterzuentwickeln. Mit der Schließung des Unternehmens in Österreich hatte sich das dann allerdings auch erledigt.

Das letzte Puzzle-Teil in meiner beruflichen Social Media-Geschichte war der Diplomlehrgang Online Marketing auf der Werbeakademie Wien, durch den ich dann beschlossen hatte: Ich mach‘ was mit Social Media, und zwar als mein eigener Chef. Also habe ich dann kurzerhand zusammen mit meinem Bruder Florian Bauer im Sommer 2010 die Social Media Agentur webfeuer gegründet. Seitdem bestimmt Social Media mein berufliches und mein privates Leben. :) Natürlich hab ich auch ein Leben abseits von Facebook, Twitter & Co, wenn auch ein eher kleineres 😉

2. Was mache ich mit Social Media

Viel. 😉 Was ich genau mit Social Media mache, sieht man schnell auf unserer Facebook-Seite und in unseren Referenzen. Nebenbei nutze ich Social Media um mich auf dem Laufenden zu halten, Neues zu entdecken, Trends zu verfolgen, neue Kontakte, Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen und bestehende Kontakte zu pflegen (wobei ersteres fast leichter ist als zweiters ;). Ansonsten mach ich noch Twitter, Foursquare, Empire Avenue, Tumblr, Xing und seit einer Woche auch Google+ (von dem ich bereits jetzt mehr als begeistert bin.)

3. Warum bin ich von Social Media begeistert

Weil…

  • … das Social Web Menschen unterschiedlicher Herkunft verbindet und miteinander vernetzt
  • … es die Menschen offener macht
  • … das Social Web aufgrund seiner Schnelllebigkeit und Dynamik nie langweilig wird
  • … sich die Social Media Welt ständig weiterentwickelt, nie still steht und man immer etwas Neues entdecken kann
  • … soziale Netzwerke ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen und man sehr schnell Teil einer Community wird
  • … Inhalte im Social Web eine faszinierende Eigendynamik entwickeln können
  • … ich mich als kontaktfreudiger Mensch in sozialen Netzwerken sehr wohl fühle
  • … man Social Media durch Smartphones überall dabei hat
  • … Location Based Services die Offline- mit der Online-Welt verbinden
  • … es unendlich viele Möglichkeiten gibt, um mitzumachen
  • … Social Media die Gegenwart und vor allem die Zukunft des Internets ist
  • … sich die Kommunikationswelt dadurch auf revolutionäre Weise verändert
  • … die Social Media Welt viel Platz für Kreativität bietet
  • … man hier überall seinen Senf dazuzugeben kann (und diesen auch gefragt oder ungefragt zu hören bekommt)
  • … es keine geografischen Grenzen gibt und wie ein einziger großer Kontinent wirkt
  • … sich News durch Social Media unfassbar schnell verbreiten, egal von welchem Teil der Welt sie kommen
  • … es unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen zulässt und versammelt
  • … Social Media für mich die lang gesuchte Möglichkeit ist, etwas, das mir Spaß macht, zum Beruf zu machen

So, und das wars auch „schon“. 😉 Wer noch weiterlesen will, hier die anderen Beiträge aus der Blogparade:

Volker Moser: Social Media Parade Österreich

Michael Seidl: Bin ich ein Social Media Blogger?

Wolfgang Gumpelmaier: Wer sind Österreichs Social Media Blogger?

Christoph Jeschke: Social Media is Empowerment 2.0

Michael Dekner: Wer sind Österreichs Social Media Blogger?

Roman Huber: Meine Social Media Beichte

Isabel Anger: Beitrag zur Österreichischen Blogparade

Jochen Hencke: Österreichs Social Media Blogger #sbAT11

Heinz Wittenbrink: Social Media Freak an der FH Joanneum

Gerald Brozek: Social-Media ist Zuhören vor dem Reden

Mathias Pascottini: Wer sind Österreichs Social Media Blogger?

Alexander Nowak: Die Social Media Blogger Österreichs

Natascha Ljubic: Social Media Blogger – Blogparade Österreich

Daniel Friesenecker: Wer sind Österreichs Social Media Blogger?

Michael Rajiv Shah: Wie mich #SocialMedia nach Österreich rief

Petra Gschwendtner: Social Media und Ich

Abschließend möchte ich die Frage vom Anfang nochmal stellen: Könnt ihr euch noch erinnern, wie das bei euch war, als damals das Internet „aufgetaucht“ ist?

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3 Kommentare zu „Jonny Jelineks Weg in die Social Media Welt – Mein Beitrag zur Blogparade“

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